2014



Und schon wieder vorbei...


Erst im Frühling war ich noch nervös vor dem erstem Wettkampf nach langer Pause und nun ist die Saison auch schon wieder vorüber. Doch es ist auch ein gutes Gefühl, denn ich kann auf eine tolle Saison zurückblicken, welche mit einigen Highlights versehen war.


Hochsprung Willisau

Der erste Wettkampf in dieser Saison war in Willisau und begann gleich vielversprechend. Nämlich mit neuer PB über die Hürden, welche letzten Jahr bereits zur U20-EM Quali gereicht hätte. Desweiteren konnte ich auch mit 1.95m im Hochsprung reüssieren und mich in die Richtung der magischen 2m-Marke vortasten. Da wusste ich, dass in dieser Saison vieles möglich sei.

Der Start in den ersten Zehnkampf gelang mir dann auch vorzüglich, mit erstmalig gesprungenen 7m im Weitsprung, leider im böigen Landquarter Wind, und beinahe 13m im Kugelstossen. Doch am zweiten Tag riss der Erfolgsfaden im Diskuswerfen mit drei ungültigen Würfen abrupt. Dennoch überwog für mich der positive Anteil der Erlebnisse. Gleich vier Tage später stand ich wieder am 100m Start, allerdings mit dem ETV Schindellegi an Stab_Appenzellkantonalem LMM-Wettkampf. Nach tollem Wettkampf von allen im Team konnten sich die Männer und die Junioren vom ETV für den Schweizerfinal qualifizieren, bei dem nur noch 6 Teams eingeladen wurden. Weitere drei Tage später folgten auf gleicher Anlage in Ibach die kantonalen Einkampfmeisterschaften, bei denen ich einen ersten Rang in den Hürden und zwei weitere Medaillen im Kugelstossen und Diskuswerfen erreichen konnte. Nach einem heissen Tag an den kantonalen Vereinsmeisterschaften in Buttikon folgte das Highlight der ersten Saisonhälfte. Am Appenzeller Turnfest konnte ich nach einem intensiven zweitägigen Duell mit dem Trainingskollegen Thomas Bucher meinen ersten Turnfestsieg im Zehnkampf feiern. Auf dem Weg zu neuem bestem Zehnkampfpunktetotal von 6838 konnte ich gleich in mehreren Disziplinen eine neue persönliche Bestleistung erzielen: 400m, 110m Hürden, Stabhochsprung und Speerwerfen. Beim Hürdenlauf war meine Zeit von 14.51s sogar gleichbedeutend mit der Egalisation des Kantonalrekord. Den Siegerkranz wurde am grossen Festakt des Turnfestes vor lauter Kulisse überreicht. So hallte das "Schindellegi"-Lied durch die Turnhalle. Ein grossartiges Erlebnis!

 

StadionZum Start der zweiten Hälfte nahm ich zum ersten Mal an den Elite-SM in meiner Paradedisziplin in Frauenfeld teil, welche wie die Europameisterschaft in Zürich organisiert war. Die ungewohnten zwei Callrooms  konnten mich nicht an tollen Leistungen hindern. So konnte ich mich mit neuem Kantonalrekord von 14.44s für den Final der besten 8 qualifizieren. Dort musste ich bei starker Konkurrenz und stömendem Regen mit dem fünften Platz zufrieden geben. Als nächsten Wettkampf bestritt ich den EM-Testwettkampf im Letzigrund. Tolle Stadionatmosphäre trotz unverständlicher Verspätung des Startes. Nach kurzer Wettkampfpause und intensiver Prüfungsphase an der ETH folgte die nächste Schweizermeisterschaft. Dieses Mal absolvierte ich den Zehnkampf in Winterthur, da lief es mir nicht wirklich nach Wunsch. Trotzdem fand ich mich vor dem 1500m Lauf auf vierter Position wieder und versuchte alles um in der Schlussabrechnung auf das Podium zu kommen. Dennoch reichte es leider um lediglich 78 Punkte nicht. Bereits eine Woche später gings auf zum nächsten Zehnkampf, allerdings keinem gewöhnlichen, sondern zum Stundenzehnkampf in Lachen. Dort gab es nach gutem Start im 100m beim Weitsprung bereits einen schwierigen Moment zu überstehen. So musste im Dritten ein gültiger Versuch her, nachdem ich 2 tolle Sprünge übertreten habe. Im Hochsprung war es dann eine wahre Flugshow, so wagte ich, nach dem ich 1.90m übersprungen hatte, den direkten Schritt auf die 2m. Simsalabin da war ich drüben. Es war ein tolles Gefühl, mit dem ich dann noch den restlichen Wettkampf absolvierte. So konnte ich sogar noch im Speerwerfen meine PB um 1cm verbessern. Schlussendlich schauten 6300 Punkte raus, nur etwa 300 weniger als an der Mehrkampf-SM. Trotz langer Anreise nach Genf an die Nachwuchs-SM konnte ich bereits am ersten Tag dank dem Stabhochsprung aufs Podium steigen. Am Sonntag doppelte ich in den Hürden mit der Silbermedaille nach. Trotz passiver erster Hürde konnte ich mit 14.52s eine gute Zeit realisieren. Was aufzeigt, dass es noch schnellere Zeiten geben könnte... Der Saisonabschluss machte der LMM-Wettkampf in Langenthal, welcher persönlich sehr zufriedenstellend verlief. Vorallem die PB mit der 5kg schweren Kugel war sehr erfreulich. Im Team wurde die erhoffte Medaille leider knapp verpasst. Dennoch eine tolle Leistung, dass der ETV Schindellegi zwei Teams an der Schweizermeisterschaften stellen konnte.

 

Nun geht es wieder ins Wintertraining, dieses Jahr werde ich allerdings den Militärdienst ab Oktober absolvieren, welcher das Trainingsprogramm verändern wird. Mal schauen wie es genau aussehen und sich auswirken wird.


 

ETV Schindellegi mit doppeltem Pech am LMM-Final in Langenthal


Während am Morgen die Junioren mit nur 146 Punkten Rückstand den 4. Rang belegten, fehlten am Nachmittag in unserer Kategorie (Männer) gar nur 48 Punkte zur Bronzemedaille. 


Ein Total von 14674 Punkten, 232 Punkte mehr als bei der Qualifikation, reichte nicht zur Bronzemedaille. Da der LC Turicum nicht in Vollbesetzung angetreten war, durfte mit einer Medaille geliebäugelt werden. Dies dachten sich aber auch noch andere Teams. Nach insgesamt einem guten Wettkampf dürften die fehlenden Punkte in den eher unterdurchschnittlichen Resultaten im Weitsprung gesucht werden. Mit dem STV Buchrain und vorallem den Lutenauers vom STV Roggliswil waren starke Läufer für die letzte Disziplin, den 1000m-Lauf, am Start. Die 600 Punkte Vorsprung reichten schlussendlich knapp nicht. Trotzdem darf bereits die Teilnahme als Erfolg gewertet werden. Sind es doch über 80 Teams gewesen, die sich um die 6 Finalplätze beworben haben.           Rangliste         Bericht Höfner



Eine erhoffte und eine überraschende Medaille an der SM in Genf


Am Samstag eroberte ich völlig unerwartet den 3. Rang im Stabhochsprung. Während am Sonntag im Hürdensprint mit der silbernen Auszeichnung gerechnet werden durfte.


Mit dem Mehrkampfteam bereits am Samstagmorgen angereist, entschloss ich mich beim Stabhochsprung zum wettkampfmässigen Training anzutreten. Tatsächlich war jeder Sprung immer sicherer und ich konnte die 4.20 m überspringen. Da der Favorit bei seiner Anfangshöhe von 4.60 m strauchelte, blieb ich zu meinem Erstaunen auf dem 3. Rang sitzen.

Am Sonntag war die Silbermedaille im 110m-Hürdenlauf das Ziel. Da die Vorläufe infolge Abmeldung von Athleten kurzfristig abgesagt wurden, entschied der Finallauf. In einem guten, im ersten Teil nicht ganz idealen Lauf, waren die Positionen nach der Hälfte klar bezogen. Nur noch ein grober Schnitzer konnte mich am 2. Platz hindern. Mit der Zeit von 14.52 darf ich sehr zufrieden sein.

Zum Abschluss reichte im Weitsprung, nach einem guten, aber "sauknapp" übertretenen ersten Sprung, die 6.42 m nicht zum Finaleinzug. Ich musste mich mit dem 11. Rang von 19 klassierten Athleten begnügen.        Rangliste       Fotos


 


Topleistungen am Stundenzehnkampf in Lachen


Nach Bestleistungen im Kugelstossen, im Hochsprung, im Hürdenlauf, im Diskus- !! und im Speerwerfen konnte ich den Topfavoriten Michael Bucher fordern und einen tollen 2. Rang erreichen.


Es ist ein spezieller Wettkampf, wo es vor allem gilt, die Kräfte geschickt einzuteilen. Nach einem guten 100m brauchte es bereits im Weitsprung Nerven. Nach zwei Übertritten klappte es im dritten Versuch hauchdünn. Während die Wurfdisziplinen hervorragend gelangen (kein anderer Athlet kam auf grössere Weiten), überraschte aber vor allem der Hochsprung. Erstmals 2 m und dies an einem Stundenzehnkampf; Unglaublich! Bereits die ersten Höhen fühlten sich gut an, so dass ich es wagen konnte, die Latte von 1.90 m direkt auf die neue PB-Höhe zu legen. Und es klappte, woowww!!   

Rangliste      Fotos



 

4. Rang an der U23 Mehrkampf SM in Winterthur


Dieser Zehnkampf beinhaltete alles. Tops und Flops; Freude und Ärger. Beide Tage endeten jedoch mit einem Erfolgserlebnis. Bezeichneterweise waren es die Läufe, die zum Jubeln verführten. Hier gilt es ja "nur": "Gring abe u seckle". Nach der letzten wichtigen Prüfung an der ETH fühlte sich der Kopf leer an, obwohl der Körper bereit gewesen wäre.


Mit meiner 100m-Zeit war ich schlussendlich sehr zufrieden, da alle Athleten mit er offensichtlich langsamen Bahn Mühe bekundeten. Die nächsten drei Disziplinen (Weitsprung, Kugelstossen, Hochsprung) waren solide, aber nicht mehr. Komisch angenehm fühlte sich der 400m-Lauf an und die Zeit war überraschend gut!

Im Hürdenlauf nur 3 Zehntel auf die PB zu verlieren, das war hervorragend und mit dem konnte ich nicht rechnen. Statt den Schwung in den Diskuswurf mitzunehmen, verleif dieser Schei... Nach zwei Nuller durch Übertreten, musste ein Sicherheitswurf hin. Es gelang mir bei keinem Wurf die nötige Spannung aufzubauen. Zum Frust kam auch noch Pech im Stab dazu. Beim dritten Versuch über 4.10m schob der Stab schön langsam die Latte von der Halterung. Nach einer guten Leistung im Speerwurf folgte der Exploit im 1500m-Lauf. Um die Bronzemedaille noch zu erobern, musste ein gewagter Lauf her. Trotz enorm schneller Startrunde hielt ich mich in der vorderen Gruppe, konnte jedoch die direkten Konkurrenten nicht abschütteln. Ein neue PB war jedoch der Lohn.           Rangliste         Fotos




Der EM-Testwettkampf im Letzigrund war ein eindrückliches Erlebnis


Wegen technischen Problemen wurde der Start zweimal um eine halbe Stunde verschoben. Dies war für einen hervorragenden Lauf nicht förderlich. Den speziellen Umständen entsprechend bin ich mit den 14.74 zufrieden.

Die EM naht; dies spürt man in ganz Zürich. Überall entdeckte man Plakate und viele Volunteers in ihren farbigen Kleidern fielen im Zug, im Tram eben in ganz Zürich auf. Erster Sammelpunkt war im Sihlhölzli, wo wir nach dem Callroom 1 in Kleinbussen ins Letzigrund transportiert wurden. Die unterirdische Parkgarage wurde da zu einer Einlaufhalle mit Callroom umgebaut. Nach dem Warmhalten ertönt der Aufruf zur Besammlung. Nach längerem Warten teilte man uns mit, dass der Start sich um 30 Minuten verzögere. Auch nach den Startübunben im Stadion gings nicht weiter. Nochmaliges Verschieben um eine halbe Stunde. Der Start gelang mir dann trotzdem gut, auch wenn ich imer wieder die Hürden touchierte. Beim zurückschauen nach dem Zieleinlauf sah ich dann den Grund für die 14.74. Noch 3 Hürden stehen, alle andern abgeräumt!      Fotos



4. Platz an der Aktiven SM


Im Halbfinal des 110m-Hürdenlaufs gelang mir ein neuer Kantonalrekord, obwohl der Start nicht ideal war. Der Final fand dann bei strömenden Regen statt, wo ich die Zeit nicht mehr verbessern konnte.

 

   

                                         Halbfinals                                                                              Final      

Die Vorläufe wurden kurzfristig gestrichen. Deshalb gings für mich erst gegen Abend los. Es herrschte eine spezielle Atmosphäre: Einlaufen in einem fremden Stadion, Callroom 1, Transport ins Athetikstadium, Callroom 2, kurzes Einlaufen und los! Ich wollte mich primär für den Final qualifizieren und natürlich eine neue PB laufen. Dies gelang! 2. Rang und direkte Qualifikation; 14.44, neuer Kantonalrekord. Diese Zeit im Final nochmals zu unterbieten, war mit diesen äusseren Bedingungen schwierig (siehe Fotos). Trotzdem versuchte ich  agressiv zu laufen. Leider wars kein runder Lauf (mit einigen Hürdenberührungen).          Fotos


 

Turnfestsieg in Appenzell


Höhenflug in Appenzell: 4 PB's brauchte es für den Turnfestsieg. Im 400m-Lauf am ersten Tag, im Hürdenlauf,  Stabhochsprung und im Speerwurf am Sonntag. Daraus resultierte ein Total von 6838 Punkten, was ich auch noch nie schaffte.


Der Start gelang mit einer 100m-Zeit von 11.30 hervorragend. Ein Dämpfer im Weitsprung: Auf den ersten gültigen Versuch von 6.43 m folgten zwei Nuller Im Kugelstossen war ich mit der Weite von 12.35m zufrieden. Auch der Hochsprung fühlte sich mit 1.92m gut an. Zum Abschluss des ersten Tages erreichte ich im 400m-Lauf die erste PB.

Am zweiten Tag enthielt der Hürdenlauf mehrere Holpler, eigentlich ein nicht allzu "runder" Lauf. Trotzdem stoppte die Zeit überraschend bei 14.51, was die Egalisierung des Kantonalrekords bedeutet. Nach einer eher schlechten Weite im Diskus folgte ein Hoch im Stab. Gleich um 30 cm verbesserte ich meine alte Bestmarke. Auch im Speer gelang mit dem ersten Wurf eine neue Bestweite von 46.76m. Diese Resultate festigten den Spitzenplatz, den es im abschliessenden 1500m-Lauf zu verteidigen galt.   Rangliste  Fotos



3 Medaillen an den Einkampfmeisterschaften in Ibach


Die Hürdenzeit von 14.73 war, für die erste Disziplin am Morgen früh, vielversprechend. Während im Kugelstossen und im Speer solide Leistungen gelangen, folgte ein Exploit im Diskus. Genau im Diskus !!


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